Sonntag, 8. Januar 2017

07.01.2017 - Lange Reise und Erholung auf See

Der Tag hat für uns recht früh begonnen. Um kurz nach 5 sind wir aufgestanden und haben schnell gefrühstückt. Gleich danach sind wir aufgebrochen, da wir eine lange Fahrt nach Picton vor uns hatten.

Am Strand von Marahau haben wir gleich den ersten Fotostopp eingelegt. Es war noch kurz vor Sonnenaufgang.


Dann ging es über den Hügel zurück nach Riwaka, mit den großen Obstplantagen. Hier haben wir vor einigen Tagen auch die ersten Kiwipflanzen gesehen. Der Weg Richtung Osten führte oft an der Küste entlang und das letzte Stück nach Picton war wieder ziemlich kurvig.

Viel zu früh sind wir am Fährterminal angelangt. Aber besser so als anders. Dann ist die Fähre endlich eingetroffen und wurde erst mal entladen. Beim Einladen waren wir so ziemlich die letzten mit unserem größeren Gefährt. Wir haben auch nicht schlecht gestaunt, wie die Zugwaggons ins Unterdeck hineingeschoben wurden. Und beim Hineinfahren sind wir dann an einem Pferdetransporter vorbeigekommen, die Tiere durften bei der offenen Tür hinausschauen.

Dann ging's in die Lounge, Jürgen hatte ein Premium Paket mit Essen dazu gebucht. Zusätzlich gab es noch ein Kino, eine Spielplatz und eine Kantine. Die Außenbereiche haben wir natürlich auch erkundet. Durch den Queen Charlotte Sound sind wir über die Cook Strait nach Wellingtion gefahren. Die Überfahrt war sehr ruhig. Wir haben sogar ein paar Pinguine im Wasser entdeckt.



Nach dem Ausladen hatten wir noch die lange Fahrt nach Stratford vor uns. Der nahegelegene Mt Taranaki hat sich mit einer Wolkenmütze umhüllt, der obere Bereich war nicht zu sehen. Zudem wehte auch hier der kräftige Wind, der auch beim Fahren schon ziemlich lästig war.

Freitag, 6. Januar 2017

06.01.2017 - Küstenwanderung im Abel Tasman NP

Um kurz vor 9 haben wir unser Taxi bestiegen. Und zwar sind wir auf einen Anhänger geklettert, wo das Boot drauflag. Der Traktor sollte uns zum Strand bringen und dann abladen. Wir mussten ziemlich weit rausfahren, da gerade Ebbe war. Der Traktor hat dann zurückgeschoben, bis das Boot von allein geschwommen ist. Das war schon lustig.


Während der Fahrt haben wir eine Seehundkolonie gesehen. In Torrent Bay sind wir abgeladen worden. Aufgrund der Ebbe mussten wir das letzte Stück an den Strand waten. Das war uns zwar nicht bekannt, wir haben es uns während der Fahrt aber gedacht.

-> Abel Tasman Coast Track
Wir sind in südlicher Richtung zu der mehrstündigen Wanderung aufgebrochen. Der Wald war recht abwechslungsreich, mal trockener, mal feuchter mit Farnbäumen. Der erste Seitenweg führte zu Cleopatras Pool. Beim Hüpfen über die Trittsteine hat Alex gleich mal die Sonnenbrille davonschwimmen lassen.


Wieder am Hauptweg kam dann bald ein kräftiger Anstieg. Durch die Bäume haben wir immer wieder das türkisblaue Meer blitzen sehen. Der Weg verlief immer an der Bergflanke entlang. In den Einschnitten mit Bächen war die Vegetation dichter und grüner.


In der Akersten Bay haben wir eine Pause eingelegt. Da wir die Wassertemperatur schon kannten, hat Jürgen seine Füße gekühlt.


Es waren viele Boote und noch mehr Kajaks unterwegs.


Nach einiger Zeit führte der Weg wieder leicht bergab.


In der Coquille Bay haben wir dann wieder kurz gerastet. Es waren auch einige Schwimmer unterwegs.


Gleich nach dem Ende des Weges haben wir ein Restaurant mit einem Eisverkäufer entdeckt. Es gab Vanilleeis mit echten gemixten Himbeeren bzw. Heidelbeeren, lecker. Das hat uns dann noch den letzten Weg zum Campingplatz versüßt.

Der Weg war generell sehr angenehm zu begehen und nicht recht anstrengend. In Summe waren es aber doch 17 km und 5 Stunden Gehzeit.

Donnerstag, 5. Januar 2017

05.01.2017 – Levadenwanderung im nördlichen Süden

Wir haben uns Richtung Norden der Südinsel gewandt. Anfangs ging es an der Küste entlang.

 
Später führte die Straße landeinwärts am Buller River entlang. Wir haben beschlossen, erst in der Nähe unseres Tagesziels zwei kleine Wanderungen zu machen. Auf den letzten 50 Kilometern ging es noch hoch her. Der Takaka Hill musste überquert werden. Die Straße war extrem kurvig, schmal und manchmal etwas steiler. Sie konnte aber trotzdem mit allem befahren werden: Busse, LKWs mit Anhänger, PKWs mit Bootanhängern, Wohnmobile, usw. Mit einer Geschwindigkeit von ca. 40 km/h haben wir ganz schön lange gebraucht.

-> Pupu Springs
Nach einem kurzen Waldspaziergang hat uns das klare Wasser der Pupu Springs erwartet. Es ist die größte Kaltwasserquelle der südlichen Hemisphäre.

 
-> Pupu Hydro Walkway
Nicht weit entfernt sind wir auf dem Pupu Hydro Walkway bergauf in den Wald gestiegen. Weiter oben hat uns ein Wasserkanal (ähnlich der Levadas in Madeira, hier: water race) erwartet. Er wurde von den Goldgräbern vor etwas mehr als 100 Jahren in diesem steilen Gelände angelegt. Diese Schürfstätte war auch die ertragreichste im weiteren Umkreis. Später wurde der Kanal zur Stromgewinnung benutzt.

Ein Gutteil des Weges führte zwischen Wasserkanal und Abgrund entlang.

 
Es blieb aber auch Zeit für kindische Anwandlungen.

 
Ungefähr bei der Hälfte des Weges haben wir die Einleitung des Wassers vom Fluss in den Kanal gesehen. Dann führte der Weg über eine Allradstraße zum Auto zurück.

Schließlich sind wir wieder über den Takaka Hill retour gefahren und Richtung Marahau eingebogen.

04.01.2017 – In den wechselhaften Norden

Nach dem Frühstück in der Camp Kitchen sind wir nach Okarito aufgebrochen. Die Anfahrt durch den Regenwald war an sich schon beeindruckend.

-> Okarito Wetland Walk
Ein Boardwalk führte durch einen Sumpf in das nahe gelegene Waldstück.

 
Dort ging es durch den Regenwald bergauf zu einem Aussichtspunkt. Wir sind dann noch ein Stück weitergegangen, bis wir einen Blick auf das Meer erhaschen konnten.

-> Pakihi Walk
Trotz der Warnschilder haben wir bisher leider noch keinen Kiwi gesehen.
Am Beginn des Weges hat wieder ein Spielzeug auf uns gewartet.

 
Der Ausblick auf die nahe gelegenen Berge war leider auch durch Wolken getrübt. Aber der Weg durch den Wald war wieder ganz nett.

 
Anschließend ging die Fahrt Richtung Norden weiter. Hier haben wir allerhand seltsame Dinge entdeckt: Kreisverkehre, durch die Gleise mit einem beschranktem Bahnübergang führen; und Brücken, die man sich mit dem Zug teilen muss.

 
 
In Greymouth haben wir einen Einkaufsstopp eingelegt. Wir mussten unbedingt noch Kiwis kaufen, da wir noch keine gegessen haben, seit wir hier sind. Jürgen sagte scherzhaft, es wäre lustig, wenn da jetzt Product of Italy draufsteht. Zuerst haben wir die goldenen Kiwis erspäht, die waren von Neuseeland. Aber da wir die nicht so gut finden, haben wir nach den grünen weitergesucht. Und die waren wirklich aus Italien! Wir sind aus allen Wolken gefallen…

Die weitere Fahrt am Meer entlang war dann sehr interessant, sie hat ein wenig an die Great Ocean Road in Australien erinnert. Hier haben wir auch umspülte Kalksteinfelsen im Meer entdeckt.

 
-> Pancake Rocks
Nahe unserem Tagesziel sind wir zu dem kurzen Spaziergang zu den Pancake Rocks aufgebrochen. Diese Attraktion ist ziemlich beliebt, wie wir schon bei der Parkplatzsuche festgestellt haben. Mittendrin hat es natürlich wieder einen kurzen Regenschauer gegeben. Wir haben uns schnell bei den großen Flachspflanzen untergestellt.

Die scheinbar geschichteten Felsen waren dann interessant anzusehen. An einer Stelle haben wir auch ein Blowhole entdeckt (an dieser Stelle entweicht Luft, wenn unten eine Welle in den Hohlraum rauscht).


-> Pororari River
Nicht weit entfernt sind wir ein Stück den Fluss hinauf spaziert. Hier gab es wilde Palmen und wieder zahlreiche hohe Farnbäume.

 
Heute haben wir am Campingplatz einen fast windstillen Stellplatz bekommen. Welch ein Glück! Wir konnten also wieder grillen: Hendlbruststreifen mit Kräutern, Gartenröstgemüse und Knoblauchbrot. Hat vorzüglich geschmeckt. Nur die Temperaturen hätten etwas angenehmer zum Draussensitzen sein können. Dafür haben wir diesen netten Ratabusch gesehen.

03.01.2017 – Regenfenster mit Lichtblicken

Am Vormittag haben wir gefaulenzt, da der Regen nicht aufhören wollte. Um halb zwei haben wir beschlossen, dass das Wetter besser wird und sind aufgebrochen.

-> Gillespies Lagoon
Die Anfahrt auf der unsealed road war gar nicht so schlimm. Sie war zwar eng und kurvig, aber auch nach dem Regen griffig und in gutem Zustand. Unsere Wanderung mussten wir leider verkürzen, da im Winter eine Brücke beschädigt wurde. Das erste Stück des Weges ging es nahe dem Meer inmitten von höheren Büschen entlang. Wir sind an einer alten Goldförderstätte aus den 1930er Jahren vorbeigekommen. Hier rosten riesige Maschinen langsam dahin.

Später führte der Weg am Steinestrand entlang, hier gab es viel Schwemmholz, darunter riesige Wurzelstöcke. Nach einiger Zeit haben wir die Lagune mit der kaputten Brücke erreicht und mussten umkehren. Man hat hier auch genau erkannt, aus welcher Richtung der Wind weht, und das meist ziemlich kräftig.



-> Lake Matheson Walk
Da das Wetter noch trocken war, haben wir uns an die Umrundung des Lake Matheson gewagt. Der nette Weg durch den Regenwald hatte viel Interessantes zu bieten. Neben der niedrigen Vegetation gab es auch immer wieder Ausblicke nach oben, zu den White und Red Pines (Rimu) hinauf.

 
Die meisten Bäume und Pflanzen waren mit Epiphyten und Moos dick überzogen.

Die Reflexion der Alpen im See haben wir wegen des bedeckten Himmels nicht gesehen. Aber die Uferpflanzen haben sich ganz nett gespiegelt.

 
Auf den letzten Metern hat es zu regnen begonnen. Kurz danach sind wir ins Auto gesprungen und zurück nach Franz Josef auf den Campingplatz gefahren.

Abends hat es wieder kurz nicht geregnet. Also haben wir unseren Minigriller ausgepackt und geröstete Erdäpfel mit Zwiebel gekocht. Wir haben uns auch wieder an Würsteln herangewagt. Sie waren zwar nicht so komisch im Geschmack wie die Rindswürstel in Australien, aber auch weit nicht so, wie wir sie gewohnt sind.

Montag, 2. Januar 2017

02.01.2017 - Gletscherwanderungen

Nach dem Frühstück sind wir Richtung Norden aufgebrochen. Es hat nicht mehr geregnet und Nebel und Dunst sind teilweise über die Berghänge gewabert. Die Straße führte die Küste entlang und es war spannend zu beobachten, wie sich die Vegetation des Regenwalds alle paar Kilometer verändert hat.

Beim Lake Moeraki haben wir einen kurzen Fotostopp eingelegt.


Da heute das Wetter trocken bleiben sollte, hatten wir ein strammes Programm.
-> Fox Glacier Valley Walk
Nur ein paar Kilometer landeinwärts haben wir unser Auto geparkt und sind der Karawane Richtung Fox Glacier gefolgt. Gleich anfangs führte der Weg über eine Moraine. Die Hänge der umliegenden Berge waren aber meist bewaldet. Beim Aussichtspunkt, ca. 450 Meter von der Gletscherzunge entfernt, war der Weg dann aus.


Wir sind dann gleich weiter gefahren in den nächsten Ort, zum Franz Josef Glacier.
-> Franz Josef Glacier Valley Walk und Sentinel Rock
Hier war der Weg etwas länger und führte einige Zeit neben dem reißenden Gletscherfluss her. Obwohl es stark bewölkt war, hatten wir immer wieder gute Ausblicke auf den Gletscher.
 
Kurz, bevor wir wieder beim Parkplatz waren, sind wir noch zum Sentinel Rock abgebogen. Dort hatten wir nochmal einen guten Blick auf das Tal und die umliegenden Berge.
-> Peters Pool
Der kurze Weg zum Peters Pool führte durch den lichten Regenwald. Und obwohl der Himmel bedeckt war, haben sich die Berge im kleinen See gespiegelt.
 
-> Lake Wombat
Unsere letzte Wanderung des Tages hatte wieder einen See zum Ziel. Hier war aber der Weg durch den dichten Regenwald das beeindruckende. Alle Stämme waren stark bemoost. Der See am Ende war größer als der letzte.


Auf dem Rückweg in den Ort haben wir nochmals auf die Berge und den Gletscher zurück geblickt.

Abends ist wieder der Griller zum Einsatz gekommen. Neben dem Steak für Jürgen hat es Lasagne für Alex gegeben.

Samstag, 31. Dezember 2016

01.01.2017 - Von der Steppe in den Regenwald

Der Tag hat mit Sonnenschein und warmen Temperaturen begonnen. Zum Frühstück haben wir uns auf eine Picknickbank neben unserem Camper gesetzt. Aber auch an diesem Morgen war der Wind wieder sehr stark, das dürfte hier in der Gegend immer so sein.

Auf unserer Fahrt Richtung Westküste haben wir am Lake Hawea den ersten Fotostopp eingelegt.

 
Die Straße führte weiter am anderen Ende des Lake Wanaka entlang.

Hier waren die Hügel wie bisher meist kahl und braun, wo nicht aufwändig bewässert wurde. Wenige Kilometer weiter sind wir in den üppigen Urwald eingetaucht. Der Mount Aspiring National Park ist gleichzeitig auch World Heritage Area.

-> Makarora Bush Nature Walk
Auf diesem kurzen Spaziergang haben wir riesige Beech Bäume gesehen, mit einem gewaltigem Stammdurchmesser. Die meisten größeren Pflanzen waren mit Flechten behangen. Wir waren ziemlich erstaunt, wie schnell sich hier die Vegetation verändert hat.


-> Blue Pools
Beim Parkplatz zu den Blue Pools war schon mehr los. Der Weg führte wieder durch den bemoosten Wald und über eine Hängebrücke ans andere Ufer des Makarora River. Auf der nächsten Hängebrücke hätten wir eine gute Aussicht auf die Blue Pools haben sollen. Bei Sonnenschein schimmert das Wasser hier blau. Leider war heute der Nieselregen zu stark und die Farben ließen sich nur erahnen. Der Weg durch den Wald war trotzdem nett.

 
Die Fantail Falls liegen praktisch direkt neben dem Highway. Hier haben wir unsere erste Wasserfall-Langzeit-Belichtung in diesem Urlaub gemacht! Wegen dem Regen waren wir mit Schirmen bewaffnet, was das Unterfangen etwas umständlich machte.


Nach einer Flussquerung haben wir am Highway halt gemacht uns sind den Feldweg bis zu den Brückenpfeilern hinunter gegangen. Beeindruckt haben wir einen Blick auf den reissenden Haast River geworfen.


Der Weg zu den Thunder Creek Falls war ebenfalls sehr kurz, aber trotzdem sehenswert.


-> Roaring Billy Waterfall
Dieser Wasserfall hat eher durch sein lautes Rauschen auf sich aufmerksam gemacht. Auf dem Weg durch den Wald haben wir die ersten Farnbäume gesehen.

31.12.2016 - Ausblick nach Wanaka

Zum Frühstück gab es heute Baked Beans und Eierspeis, typisch englisch halt, ist im Urlaub aber immer wieder gut!

Wir haben uns nicht allzu weit von der Stadt fortgewagt, da Regen angesagt war.

-> Diamond Lake, Wanaka Viewpoint und Rocky Hill
Der kurze Aufstieg zum Diamond Lake war noch harmlos, aber dann wurde es ziemlich steil. Wir haben fast so viele Höhenmeter zurückgelegt wie gestern.

Am Wegesrand haben wir zahlreiche Fingerhüte in mehreren Farben gesehen.


Nach zahlreichen Stufen sind wir beim Diamond Lake Lookout angekommen, wo wir auf den See hinunter schauen konnten.


Ein weiterer Aufstieg führte uns zum Wanaka Viewpoint, mit Blick auf den Lake Wanaka, den viertgrößten See in Neuseeland. Dann ging es nochmals kräftig bergauf. Auf halbem Weg auf den Rocky Hill haben wir wieder eine Abzweigung bergab genommen. Zuerst ging es auf einer großen Wiese und dann durch den Wald steil bergab.


Wir waren immer wieder erstaunt, wie ähnlich diese Landschaft der unseren ist. Hier wachsen auch die gleichen Blumen!


Am Nachmittag stand rasten auf dem Programm. Als Snack haben wir uns Baguette mit Kräuterbutter und Camembert auf unserem Supergriller geröstet. Abends werden wir in der Stadt was essen und vielleicht noch bis zum Feuerwerk um Mitternacht bleiben.

Übrigens vielen Dank an Jasmin und Roland für die Kommentare und Reisetipps! (Auch wenn wir sie teils erst nach der darin empfohlenen Wanderung gelesen haben ;-)

Am Abend waren wir im Stadtzentrum, und haben an der Seepromenade gespeist. Es gab Fish & Chips (Kabeljau) und Lachs. Beides war sehr lecker. Dann sind wir wieder gemütlich am Seeufer zurück zum Campingplatz geschlendert.

30.12.2016 - Ballspiel am Strand

Als der Frühstückstisch gedeckt war, sind auch schon die ersten Gäste gekommen. Die Möwen haben sich herangepirscht, sind aber zum Glück nicht allzu zudringlich geworden und nach einiger Zeit wieder abgezogen.

Direkt vom Campingplatz im Hampden aus sind wir am Strand entlang Richtung der Moeraki Boulders spaziert. Bei strahlendem Sonnenschein ist so ein Morgenspaziergang schon was schönes. Nach einiger Zeit haben wir auch schon die ersten runden Steine entdeckt. Ein Stück weiter waren dann noch viel mehr.


Einige sind schon auseinander gebrochen und haben ihr Innenleben offenbart. Anscheinend sind im Inneren andere Gesteinsarten. Wir haben auch gelbes Kristallgestein, wahrscheinlich Quarz, entdeckt. Es war gar nicht so leicht, ein Foto ohne die vielen herumschwirrenden Leuten zu machen.
 
Wieder zurück am Campingplatz haben wir alles eingepackt und die Fahrt nach Wanaka angetreten. Wir haben wieder das Alpenvorland durchquert und sind an begrasten Bergen entlang gefahren, wie in Schottland. Am frühen Nachmittag sind wir dann in Wanaka angekommen. Wir haben in der Tourist Information nachgefragt, wie der Zustand der Straße in den Mount Aspiring Nationalpark ist. Und da das Wetter am kommenden Tag nicht so strahlend schön sein wird, sind wir gleich noch aufgebrochen.
 
Vor uns lag ca. 1 Stunde fahrt, ungefähr die Hälfte der Kilometer unsealed, also nicht alsphaltiert. Eigentlich dürften wir das mit unserem nicht-4WD nicht fahren. Nach den ersten paar Metern war dann klar: der Zustand der Schotterstraße ist nicht so gut. Es waren viele Querrillen (corrugated road) und alles im Camper hat vibriert und gescheppert. Im letzten Abschnitt waren 11 Furten zu durchqueren. Eine hatte es in sich, es mussten zwei große Betonrohre überfahren werden. Uns hat es ziemlich durchgeschüttelt.
 

 
Die Furten wären auch mit unserem Allradcamper von der Gibb River Road nicht ganz ohne gewesen. Aber wir haben es heil zum Parkplatz geschafft.
 
-> Rob Roy Track
Wir sind also um halb vier vom Raspberry Creek Car Park losgestapft. Gleich darauf mussten wir eine Alm mit Schafen und Kühen durchqueren, es hat so ausgesehen wie daheim in den Bergen. Wir haben eine Hängebrücke über einen reißenden Gletscherfluss überquert und sind durch den Beech (Buchen) Wald bergauf gewandert. Dieser idyllische Ausblick auf den Mount Aspiring hat uns ganz gut gefallen, man würde ihn vielleicht eher in der Schweiz vermuten.
 
 
Gleich danach sind wir in ein Seitental abgebogen. Der Weg führte fast die ganze Zeit durch den Wald, was bei den überraschenden 24 Grad sehr angenehm war. Am Lower Lookout konnten wir einen ausgiebigen Blick auf den Rob Roy Glacier werfen.
 
 
Dann mussten wir noch eine halbe Stunde bergauf wandern. Schließlich haben wir den Upper Lookout erreicht. Das Panorama war erstaunlich.
 

 
 
Mit unserem neuen Canon Tele konnten wir das Gletschereis ganz genau betrachten.
 
 
Nach einer kurzen Pause sind wir den gleichen Weg wieder zurückgegangen, diesmal sehr viel beschwingter.
 
 
Um halb acht waren wir wieder beim Auto. Da es bis nach zehn hell ist, war es kein Problem, dass wir so spät aufgebrochen sind. Die Rückfahrt war dann auch schon etwas weniger aufregend. Bei 60km/h waren die corrugations nicht mehr so stark zu spüren. Man muss sich nur trauen, mit einem fremden Auto bei den Bedingungen so schnell zu fahren...