Montag, 13. November 2017

12.11.2017 – Western Explorer Road

Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir in Zeehan aufgebrochen. Wir sind bald tief in das Urwaldgebiet des Tarkine eingetaucht. Die letzten Kilometer vor Corinna wurde die Straße schmaler, kurviger und war nicht mehr geteert. Bald haben wir das Arthur-Pieman Conservation Area erreicht. Vor der kleinen Fähre über den Pieman River mussten wir halten. Wir wurden aber schnell abgeholt, und hinter uns passte sogar noch ein zweites Auto dazu.



-> Huon Pine Walk
Der Boardwalk hat fast direkt bei der Fährenanlegestelle begonnen. Der Weg entlang des Pieman River war kurz und endete bei einer Huon Pine. Diese Bäume gibt es nur hier in dem Gebiet entlang der Flüsse. Man vermutet, dass sie bis zu 5.000 Jahre alt werden können. Die Stämme legen allerdings nur 0,3 bis 2 Millimeter im Durchmesser pro Jahr zu. Aufgrund von Abholzung gibt es nicht mehr viele Exemplare, aber die sind heute geschützt.

-> Whyte River Walk
Gleich auf der anderen Seite des Parkplatzes haben wir das Ufer des Pieman River flussaufwärts erkundet. Einige wenige Male konnten wir durch die dichte Vegetation einen Blick auf den Fluss werfen. Die riesigen Myrtle Beech (Buchen) waren oft mit Epiphyten Farnen behangen. Ab und zu haben wir auch eine kleine Huon Pines entdeckt. 


Bei dem Zusammenfluss des Whyte River mit dem Pieman River hat der Weg eine Biegung gemacht und ist bald darauf tiefer in den Wald vorgedrungen. Die wechselnde Vegetation war sehr interessant. Eine Schautafel hat auf eine weiter Huon Pine hingewiesen, die 800 bis 1.000 Jahre alt ist.



Durch den Ort Corinna sind wir wieder zum Auto gelangt.

Und dann hat unsere Fahrt auf der Western Explorer Road begonnen, sie ist fast gänzlich unsealed, oft schmal und teilweise sehr kurvig. Wir hatten Glück und weite Abschnitte waren gut zu befahren, nur der grobe Schotter machte es manchmal etwas unangenehm. Landschaftlich war es nicht so spannend, viele kahle Hügel und Berge und niedriges Buschwerk.



Nach 110 km haben wir wieder eine geteerte Straße erreicht.

Bei Couta Rocks haben wir einen Abstecher zum Meer gemacht und uns die Felsen dort angesehen.



Auch die Nelson Bay haben wir kurz besucht. Auf der weiteren Fahrt haben wir immer wieder Warnschilder gesehen, die auf den Tasmanian Devil hinweisen. Hier im Nordwesten ist die größte noch in der Wildnis lebende Population.



Schließlich sind wir in Arthur River angekommen. Wir haben einen Abendspaziergang zur Mündung des Arthur River unternommen. Hier gibt es ziemlich viel Schwemmholz, und das sind richtig große Stämme dabei. Vom vielen Tanin ist das Wasser bräunlich gefärbt.

Heute übernachten wir auf einem Campingplatz des Parks and Wildlife Service. Wir haben eine Site gefunden, wo wir ganz allein sind und rundherum Busch ist. Ein Pademelon hat sich auch schon blicken lassen, es ist dann in der Dämmerung nochmal ganz nah an den Camper heran gekommen.


Das Sternenpanorama war wieder der Wahnsinn.



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