Montag, 30. April 2012

Stippvisite in Mafate

Das gestrige Abendessen war vorzüglich, es stand im Zeichen des Fisches. Jürgen hat eine gegrillte Forelle mit Kressensoße gegessen und ich hatte sowas ähnliches wie ein Thunfisch-Carri. Beides war sehr schmackhaft zubereitet.

Heute gleich nach dem Frühstück sind wir Richtung Grand Ilet aufgebrochen, vor dort gings noch mit dem Auto weiter rauf in die Berge. Heute hatten wir besonderes Glück, uns hat strahlender Sonnenschein begrüßt. Beim letzten Mal hatten wir ja horizontalen Regen, war nicht so toll... Bei der Fahrt bergauf hatten wir öfters den Gros Morne im Blick.


Wir konnten sogar die Farnbäume sehen, ein Zeichen dafür, dass es hier sehr feucht ist.


Vom Parkplatz am Petit Col sind wir zu Fuß auf den Col des Boeufs weitergegangen. Dort haben wir zum ersten Mal nach Mafate hinuntergesehen, ein Tal, das nur zu Fuß oder per Helikopter erreichbar ist. Ein Stück sind wir hinuntergestiegen und dann auf der anderen Seite wieder hinauf zum Col de Fourche.



Dann gings auf der anderen Seite wieder bergab. Zu dieser Zeit hatte uns der obligatorische Mittagsnebel schon eingeholt. Knappe drei Stunden später waren wir wieder beim Auto. Bei der Abfahrt ins Tal hats dann auch schon teilweise genieselt. Der kurze Abstecher nach Mare à Martin hat sich auch nicht gelohnt. Dort spiegelt sich der Piton des Neiges in einem See, wenn es nicht gerade neblig ist und regnet wie heute Mittag.

Bei einigen Weihnachtssternen (passend zur Jahreszeit, hihi) entlang haben wir noch mal kurz Halt gemacht.


Zurück im Heimatort haben wir noch eine schnelle einfache Wanderung zu den Trois Cascades gemacht, ist für Familien geeignet, steht im Wanderführer. Haha, der Abzweig von der Straße, ebenfalls eine Straße mit Hauszufahrten, war sehr steil. Der anschließende Waldweg mit Steinen und Wurzeln übersäht und aufgrund der Nässe sehr rutschig. Und die Wasserfälle schauten so aus.


Heute hoffen wir auf mehr Auswahl bei den Restaurants, gestern Sonntag waren die meisten zu. Andere Länder, andere Sitten...

Sonntag, 29. April 2012

Auf der Fahrt in den Cirque de Salazie

Gestern habe ich ganz vergessen, die verwirrende Einbahnregelung in St. Denis zu erwähnen. Das Navi war damit völlig überfordert. Und einige Zeit sind wir nur im Kreis gefahren. Die Sache mit dem Autofahren ist da halt nicht so einfach. Die Straßen sind teilweise sehr steil, eng und daneben ist ein fast metertiefer Straßengraben oder 3 Meter hohe Zuckerrohrpflanzen. Aber unser Renault Clio macht das schon!

Für den Anfang an diesem Tag haben wir uns die Cascade du Chien ausgesucht. Die Anfahrt war lang und kurvig und der Ausblick von der Straße nicht so toll. Der Weg zum Fuß des Wasserfalls war leider gesperrt.


Danach gings die gleiche Straße wieder zurück und in die Berge Richtung Salazie. Bei der Brücke über den Rivère du Mât haben wir wieder gehalten um zur Cascade Blanche zu wandern. Diesmal war es wirklich eine Wanderung. Der Weg war wieder schwer zu finden und dann auch die meiste Zeit mit Grünzeug überwuchert. Einmal mussten wir über einen umgestürzten Baum klettern, der über einer tiefen Lacke lag. Eine knifflige Angelegenheit. Jürgen hat sich auf den dicksten Ast gesetzt, damit ich drüberklettern konnt. Der Blick auf den Wasserfall war dann ganz nett.


Kurz vor Salazie sind wir nach Ilet aux Bananiers abgebogen (auch nicht ohne vorher die richtige Kreuzung zu suchen). Gleich nachher hat und das Schild "Danger" entgegengeleuchtet. Wahrscheinlich, weil Wasserrinnen in die Straße eingebaut waren. Die Straße selbst war wieder steil und abenteuerlich. Nach einigem Suchen haben wir auch den Beginn des Weges gefunden. Wir sind aber nur bis zum ersten Wasserfall des Voile de la Mariée gegangen, dann wurde uns die Kletterei über die rutschigen Steine zu viel.


Von der Straße am anderen Ufer des Flusses aus betrachtet, zeigt sich dieses Bild.


Am Rückweg zum Auto sind wir an zahlreichen Chouchou Anbauflächen vorbeigekommen. Der ist hier wie Unkraut.


Das letzte Ziel des Tages war das Erholungsgebiet Mare à Poule d'Eau. Heute Sonntag war das Ufer des Sees von Fischern bevölkert. Von Fischen war aber nicht viel zu sehen, und wenn, dann nur sehr kleine. Dafür gab es um so mehr Datura (Engelstrompeten), in allen Größen in orange und weiß. Nicht so mickrig wie die, die daheim noch im Keller stehen...


Jetzt sind wir in Hell Bourg gelandet und gehen dann gleich Essen.

Samstag, 28. April 2012

Tag der Wasserfälle

Heute haben wir uns mit dem Aufstehen Zeit gelassen. Danach haben wir gemütlich gefrühstückt, mit hausgemachter Marmelade von unserer Gastgeberin. Wir haben schnell das Chaos im Zimmer beseitigt und sind dann Richtung St. Denis abgerauscht. Dort gings abenteuerlich in vielen Kehren bergauf zu unserem ersten Ziel, der Cascade Maniquet.


Der Weg vom Parkplatz zum Wasserfall war etwas gatschig, aber nicht schwierig.

Der nächste Wasserfall befand sich ganz in der Nähe in Ilet Quinquina.


Unser nächstes Ziel war schwer zu finden. Der Weg zum Bassin Chouchou zweigt in einer schmalen Nebenstraße ab. Wie so oft sind wir am Einstieg vorbeigefahren. Unser blauer französischer Wanderführer enthält wirklich Geheimtipps, so geheim, dass man die Wege nicht mal mit dem Führer findet. Zuerst mussten wir die betonierte Böschung zum Fluss hinab, dann hinüber und am Ufer über sie Steine zum Wasserfall, ein ziemlicher Balanceakt.


Ein Ufer war mit der Chouchou Kletterpflanze (einheimischer Kürbis) überwuchert, daher der Name.

Den letzten Spaziergang für diesen Tag haben wir am Meer gemacht, zum Etang de Bois Rouge. Diesen Parkplatz haben wir auch nicht gleich gefunden. Ist ja auch nicht so logisch, dass man quasi durch das Gelände einer Zuckerfabrick und Rumdestillerie fahren muss. Der Weg war dann auch interessant, es bestand zum Großteil aus Riesenkieseln.


Die Idee, die Füße im Wasser zu kühlen, haben wir schnell wieder verworfen. Die See war etwas rau...


Den Abschluss des Tages bildete ein sehr gutes Abendessen in St. André. Morgen zieht es uns weiter in den Cirque de Salazie, einer der drei Talkesseln der Insel.

Wir haben mit unserer französischen Sim-Karte kurz nach Hause telefoniert und festgestellt, dass unsere SMS zwar dort angekommen sind, aber die Antwort nicht bei uns. Anscheinend sind wir also per Mail eher erreichbar, zumindest alle zwei Tage.

Ankunft auf der Insel

Nach einem ruhigen Flug sind wir 10,5 h später auf Réunion angekommen.
Als Mietauto haben wir wieder einen Renault Clio bekommen. Unsere nächste Station war das Geschäft Jumbo, bei dem wir schon im letzten Jahr über die großen Einkaufswagerl gestaunt haben.
Das Wiederaufladen von Telefon- und Internet-SIM-Karte hat leider nicht funktioniert, nach 6 Monaten haben beide ihre Gültigkeit verloren. Also haben wir eine neue Telefon-SIM-Karte gekauft. Zwecks Internet schmarotzen wir bei den Hotels mit, die haben fast überall gratis WLAN.
Die Reservierung des ersten Quartiers hat zum Glück geklappt. Es war nur etwas schwer zu finden. Das Zimmer ist auch nicht so toll ausgestattet, aber sauber und günstig.
Nach einem kleinen Mittagssnack aus Baguette mit Butter und Nutella haben wir den ersten Spaziergang in Ausflug. Die Cascades Niagara waren ebenfalls etwas versteckt, aber definitiv die Fahrt wert.
Nächste Station waren zwei weitere Wasserfälle. Zum Bassin Nicole gings gleich mal steil bergab. Eine Ernüchterung gleich am Anfang des Urlaubs, weil für 10 min braucht man ja keine Wanderstöcke… Aber anscheinend doch!
Auf dem Weg zum Bassin Girondin mussten wir den Fluss queren. Wir haben lange überlegt, ob wir es machen sollen. Letztes Jahr hab ich immer Handtuch und Reserveschuhe mitgeschleppt und natürlich nie gebraucht. Für so einen kurzen Spaziergang hatten wir natürlich nichts davon mit. Jürgen ging dann barfuß und ich mit den Badeschlapfen.




Der Wasserfall war dann aber auch ganz nett.


Beim Abendesssen haben wir uns für das traditionelle Carri entschieden. Mit Bohnen, Reis und diesmal einem ganzen Fisch, in rot gehalten. Geschmeckt hat es auf jeden Fall.            
Das Wetter kommt ganz zum Schluss. Es ist ziemlich warm, um die 25 Grad, aber furchtbar stürmisch. Und laut der Unterkunftsbesitzerin kann es morgen schon wieder ganz anders sein. Wir sind gespannt.

Donnerstag, 26. April 2012

Wir sind am Weg

Wir habens noch rechtzeitig zum Flieger geschafft, der Zeitplan war ja eng... Derweil ist uns noch nichts eingefallen, was wir wichtiges vergessen hätten. Gepäck ist gut in Paris angekommen und schon wieder für den nächsten Flug nach Rèunion eingecheckt. Wir hatten nur knapp über 40 Kilo, obwohl 50 erlaubt sind. Da kann also noch was mit heimfahren ;-)

Jetzt sitzen wir beim Mäci und nutzen das gratis Internet. Hier in Paris ist das Wetter nicht so berauschend, sehr windig und kühl. Aber zum Glück bleiben wir ja nicht hier.



In einer Stunde ist Boarding, dann gehts weiter. Also bis bald!

Samstag, 5. November 2011

Fazit Urlaub Réunion

Die Insel:
... war atemberaubend. Beeindruckend waren die verschiedenen Vegetationsstufen und die Tiere. Die Wanderwege waren gut beschildert und markiert. Die Kreolen sind sehr freundlich. Das Essen war gut, wenn auch teuer, wie alles dort. Die Fische sind frisch und werden ausgezeichnet zubereitet. Das traditionelle Carri Gericht ist für unseren Gaumen etwas intensiv gewüzt gewesen, aber trotzdem gut.

Die Straßen im Inneren der Insel sind ziemlich kurvig, es folgt eine Kehre nach der anderen. Die Entfernungen sind zwar in km nicht weit, aber zeitmäßig schon. Aber dadurch bekommt man mehr von der Landschaft mit (ausser der Fahrer). Die Straßen sind in einem guten Zustand, auch die Forststraßen. Sie sind fast durchwegs asphaltiert oder betoniert.

Anreise:
Der Service der Air Austral war ganz gut, nur telefonisch war niemand erreichbar. Unser Flug wurde annuliert, da das Flugzeug defekt war. Aber wir haben die Übernachtung in einem Flughafenhotel bekommen und ein Abendessen dazu.
Einfacher wäre es auf jeden Fall, wenn man das Gepäck beim Zwischenlanden nicht holen muss. Das Problem ist auch, dass nicht viele Fluggesellschaften die Insel anfliegen. Deshalb ist der Flug auch relativ teuer.

Selbstfahrerrundreise:
Die gebuchte Selbstfahrerrundreise von Evasion Tours war gut zusammengestellt, wir haben aber noch einige Änderungen vorgenommen. Im Nachhinein betrachtet hätten wir gerne an einigen Orten noch mehr Zeit verbracht. Aufgrund der teilweise schwerer zugänglichen Orten mussten wir die Touren sorgfältig auswählen und auf einiges verzichten.

Die zwei Dreitages-Touren hätte ich persönlich etwas anders angelegt. Vor allem eine Etappe mit 8 h Gehzeit finde ich etwas lang, wir haben diese Tagesetappe dann anders angelegt und sind nur 6 h gegangen. Als wir die Dame vom Reisebüro dazu befragt haben, haben wir gemerkt, dass sie von den Wegen und den Gehzeiten nicht viel Ahnung hatte.

Unterkünfte:
Die Unterkünfte waren alles sauber und ausreichend groß. Auch in den Gîtes war alles in Ordnung. Sogar Warmwasserduschen waren vorhanden. Falls wir noch einmal hinfahren, würden wir die Unterkünfte selbst buchen, vor allem die Gîtes. Die Doppelzimmer dort wären nur geringfügig teurer gewesen als die 4-Bettzimmer.

Das Badehotel Le Saint Alexis war sehr nett ausgestattet. Das Frühstück war reichhaltig und der Ausblick aufs Meer war ein schöner Start in den Tag. Ausserdem war das Buffet schon um halb sieben offen. Die Lage in Boucan Canot war nicht optimal. Die Wellen dort sind sehr hoch und es gibt abends nur ein Restaurant ausserhalb des Hotels. Viel schöner wäre es in L'Herimitage, in der Lagune gibt es viele Fische und zum Baden ist es auch sehr schön.

Also: wir würden wieder hinfahren!

Letzter Tag und Heimreise

Endlich folgt der letzte Post.

Auch der letzte Urlaubstag begann mit einem entspannenden Frühstück. Wir haben noch ein letztes Mal die schöne Aussicht genossen.




Danach hat Jürgen fachmännisch die Koffer gepackt, wir haben wieder alles Wichtige hineingebracht. Nach dieser anstrengenden Arbeit hat er sich nochmal im Pool abgekühlt. Ich habe von der Hotellobby zugeschaut.



Während wir die Abreise Formalitäten erledigt haben, hat der Hotelpage schon unser schweres Gepäck ins Auto geladen. Dann gings los Richtung St. Denis, der Hauptstadt der Insel. Am Rand der Stadt haben wir gleich einen Gratis Parkplatz bekommen. Von dort aus sind wir zu Fuss weiter gegangen. In der Rue de Paris sind wir am Rathaus vorbeigekommen.



In der gleichen Straße haben früher auch die reichen Leute gewohnt. In dieser Villa ist heute das Tourismusbüro untergebracht.



Am Ende der Straße befindet sich der Jardin de l'Etat, ein kleiner botanischer Garten. Wirklich klein, da sind wir anderes gewohnt, aber das Becken mit den Seerosen war ganz nett.



Anschließend haben wir wieder mal eine Restaurantempfehlung aus dem Reiseführer ausprobiert. Und diesmal hatten wir Glück, es waren noch freie Plätze. Dort haben wir als Abschiedsessen das traditionelle Carri gegessen, einmal Tunfisch und einmal Schwein. Zu dem gut gewürzten Eintopf gibts Reis, Bohnen, die scharfe Rougail Sauce und scharfe Gurken. Serviert wird das Ganze in traditionellen Metalltöpfen.



An der Promenade haben wir einen kleinen Verdauungsspaziergang gemacht. Die Kanonen wurden früher zur Verteidigung der Insel eingesetzt. Heute stehen sie an der Stelle, wo die Nulllinie der Insel durchgeht. Von dort werden die Entfernungen der Insel zum Rest der Welt gemessen.



Für die Fahrt zum Flughafen hatten wir noch genug Zeit. Die Autorückgabe hat reibungslos funktioniert und auch der Check in war ok. Die Dame war so nett und hat unser Gepäck mit einem Priority Sticker versehen, damit wir es in Paris schneller bekommen. Zum Umsteigen hatten wir planmäßig nur 1 h 45 min Zeit. Der Air Austral Flug hatte dann eine Viertelstunde Verspätung. Ich bin schon auf Nadeln gesessen.


Zum Glück haben wir das Gepäck schnell bekommen und sind gleich in Richtung des anderen Gates losgerannt. Beim Check in für den Wien Flug gabs dann wieder einige Überraschungen. Wir sollten uns die Bordkarten beim Automaten holen, das hat nicht funktioniert. Dann durften wir doch an den Schalter, aber wir sollten nicht mehr als 23 kg pro Person haben, da es ein AirFrance Flug war. Dabei haben wir bei Austrian gebucht und Jürgen als Frequent Traveller darf 30 kg mitnehmen. Das hat sich dann aber auch geklärt.


Endlich in Wien angekommen. Die Tasche hatten wir dann recht schnell... der Koffer ist gar nicht gekommen. Der wurde dann um dreiviertel 11 in der Nacht nach Hause geliefert.



Jetzt ist der Urlaub also vorbei. Leider...

Freitag, 28. Oktober 2011

Baden in der Südsee

Nach dem gemütlichen Frühstück sind wir nach L’Hermitage aufgebrochen um uns dort den Strand anzusehen. Dort darf man auch Baden, weil es eine Lagune gibt, wo anscheinend keine Haie hineinkommen.


Das Wasser war viel wärmer als im Pool und genauso klar. Wir haben entdeckt, dass es dort viele verschiedene Fische gibt und probeweise mal mit Chips gefüttert. Jürgen hat sich dann eine Taucherbrille und einen Schnorchel bei einem Stand ausgeliehen, um bessere Fotos machen zu können.





Die kleine Digicam hat den Härtetest also bestanden, es funktioniert noch alles und das Wasser ist nicht eingedrungen.

Abends wollten wir in ein kreolisches Restaurant hier im Ort schauen, waren also nur kurz duschen und umziehen im Hotel. So nebenbei haben wir uns den Sonnenuntergang angeschaut.





Mit dem Restaurant ist es dann nix geworden, weil alle Tische vorreserviert waren, also sind wir zurück nach St. Gilles gefahren und haben dort im Fischrestaurant nochmal ausgezeichnet gegessen. Der Thunfisch mit Schalotten und Petersilie war wirklich sehr gut.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Piton Maido, Gehzeit 1 h 20 min

Heute ging es gaaaanz früh los, genauer gesagt um 04.15 Uhr. Wir haben uns entschieden, die Fahrt auf den Piton Maido noch vor dem Frühstück zu erledigen, da die Aussicht dort ab 10 Uhr von Wolken versperrt wird. Die Hinfahrt im Dunkeln war dann etwas abenteuerlich, aber wir waren noch vor Sonnenaufgang auf knapp über 2.000 m Höhe. Vom Aussichtspunkt kann man in den Cirque de Mafate hinuntersehen. Die Aussicht war wirklich spektakulär.


Nach Sonnenaufgang sind wir entlang der Abbruchkante Grand Bord weiter in Richtung des Berges Grand Bénare gegangen, aber nur ca. eine Stunde lang, um immer wieder einen Blick hinunter zu werfen.



Aufgrund der Seehöhe ist auch der Bewuchs dort schon spärlicher. Und anscheinend kommen dort auch Waldbrände vor. Gestern Abend haben wir wahrscheinlich auch einen von St. Gilles aus gesehen.



Um 8 Uhr haben wir die Aussichtsplattform beim Parkplatz wieder verlassen, um rechtzeitig zum Frühstück wieder im Hotel zu sein. Noch ein letzter Blick zurück zu den Dörfern, durch die wir schon gewandert sind…





Am Rückweg sind uns schon einige Feuerwehrautos entgegengekommen, anscheinend war das Feuer doch in dieser Gegend und von Brand aus konnte noch keine Rede sein. Danach konnten wir eine kleine Rauchsäule sehen, aber während unseres Spaziergangs haben wir nichts bemerkt. Am unteren Ende der Forststraße hatte die Gendarmerie auch schon die Straße gesperrt. Wir hatten also Glück, dass wir so früh losgefahren sind, und uns das Feuer nicht behelligt hat!

Den restlichen Tag nach dem guten Frühstück haben wir am Pool verbracht. Leider wars ein bissi windig.


Abends habe ich noch die Gratis-Massage in Anspruch genommen, eine Stunde im Wert von 80 Euro. Leider nur für eine Person pro Zimmer. Und ungeschickterweise habe ich mir das Orangenöl ausgesucht, das Öl das am meisten geduftet hat. Gleich nachher beim Abendessen hats also ziemlich nach Orangen geduftet. Aber es war angenehm.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Cap Noir, Gehzeit 1 h 45 min

Wieder sind wir in der Früh in den Stau gekommen und erst um 9 Uhr konnten wir unsere geplante Tour am Cap Noir beginnen. Bei der angepriesenen spektakulären Aussicht in den Cirque de Mafate wurde nicht untertrieben. Viele Orte, die wir dort schon zu Fuss erwandert hatten, haben wir wieder erkannt.


Der weitere Weg gestaltete sich etwas aufwendiger, über Felsen kraxeln, Leitern hinauf und hinunter und auf einem Kamm entlang.



Beim letzten Abstieg Richtung Parkplatz haben wir noch ein paar solche Exemplare getroffen, es handelt sich um eine Bibe.



Dann waren die Wolken über Mafate schon dicht, die freie Sicht ist also wirklich nur bis ca. halb 11 Uhr vormittags möglich.

Zu Mittag waren wir beim Jumbo einkaufen, der ist sehr groß. Am meisten hat mich der überdachte Parkplatz beeindruckt. Und dann bin ich draufgekommen, dass das gar kein Wellblech ist, sondern Photovoltaikplatten! In den Sachen sind sie uns eindeutig voraus.

Jetzt steht Faulenzen am Pool und am Strand am Programm. Der Himmel hier an der Küste ist wolkenlos und es ist geschätzte 30 Grad warm. Der Proviant für morgen ist eingekauft, weil dann geht’s wieder früh los!



Abends waren wir in St. Gilles les Bains essen, in einem Fischrestaurant. Ich habe ein gegrilltes Schwertfischfilet gegessen und Jürgen Fischcarpaccio und Fischspieße, es war alles ausgezeichnet. Vorher sind wir noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang an den Strand gekommen. Diesmal ohne Wolken, aber dafür mit viel Sand in den Schuhen. Die Bilder sind ganz gut geworden. Bei näherem Hinsehen haben wir auf dem Foto einige Rückenflossen entdeckt. Von welchen Fischen die wohl sind…

Erkundung der Ost- und Südküste

Wir sind schon relativ früh zu unserer halben Inselrundfahrt aufgebrochen, und zwar um 7 Uhr. Die im Reiseführer angekündigten Staus in der Morgen-Rush-Hour haben uns aber leider auch erwischt. Diese Staus gibt’s 3x am Tag in jedem größeren Ort vor allen Kreisverkehren, vor allem, wenns keine Autobahn Umfahrung gibt.

Der erste Highlight des Tages war die Durchquerung der Grand Brûle, die Lavafelder, die an den Hängen des Piton de la Forunaise bis ans Meer entstanden sind. Man darf die Straße dort nicht verlassen, davor warnen große Hinweisschilder. Laut Forschern ist die Lava im Feld von 2007 in ca. 12 m Tiefe noch flüssig und bewegt sich ca. 2 cm pro Jahr Richtung Meer hinab. Die Straße ist dementsprechend hügelig. An einer Stelle etwas abseits konnten wir sogar Rauch aufsteigen sehen.


Vor allem auf den Lavafeldern aus früheren Jahren (seit 1986) beginnen schon wieder Pflanzen zu wachsen.

Die nächste Station war Anse des Cascades, eine nette Bucht, in der mehrere hohe und nicht so hohe Wasserfälle in einen Bach münden. Direkt an der Küste mit den Basaltsteinen wachsen Vacoapalmen.



Dann ging es wieder über die Lavafelder zurück zum Pointe de la Table. Dort haben wir eine kleine Wanderung über Lava aus dem Jahr 1986 gemacht.



Es gab Schautafeln mit den verschiedenen Arten der Lava. Der Weg war die meiste Zeit gut markiert, nur das Ende des Rundweges war etwas schwer erkennbar. Wir wären fast im Kreis gelaufen. Nach nur 1 h 30 min Gehzeit waren wir ziemlich verschwitzt, der schwarze Boden wärmt ja auch zusätzlich.

Das Mittagessen war ziemlich abenteuerlich. Da die Zeit gepasst hat, haben wir bei einer Snack Bar gehalten, mit einem Griller vor dem Lokal. Bei näherem Hinsehen haben wir entdeckt, dass auf der anderen Seite der eher stark befahrenen Straße auch noch Tische voller Leute waren. Wir haben zu zweit einen Salat mit einer Hendlhaxn gegessen und waren ausreichend voll. Beim Essen konnten wir Kellner (die nicht als solche erkennbar waren) und Kunden die Straße überqueren sehen.

Nach dem kleinen Imbiss sind wir in den Forêt de Mare Longue hinaufgefahren, um einen Spaziergang entlang des Sentier botaniques zu machen. Es war im Wanderführer als sehr leicht ausgewiesen, hat sich dann aber als Kletterpartie über Basaltsteine herausgestellt. Aber direkt anstrengend wars nicht.



Erstaunlich war, dass wir schon wieder in eine andere Vegetationszone gekommen sind. So einen Wald haben wir zuvor auf der Insel noch nicht gesehen.

Das Cap Méchant lag dann direkt am Weg. Aufgrund der gefährlichen Strömungen, starken Winde und der steilen Klippen sind hier früher viele Schiffe zerschellt. Und es stimmt, die Gischt spritzt hoch und die Klippen sind steil.



Die letzte Station des Tages war der Strand von Grand Anse, der als der einzige Palmenstrand der Insel angepriesen wird. Die Palmen wurden anscheinend von Hand gepflanzt, soviel dazu. Die Wellen waren sehr hoch, aber auf einer Seite war mit Steinen ein Pool angeschüttet. Aufgrund der späten Stunde sind wir nicht mehr ins Wasser gesprungen. Wir haben noch abgewartet, bis die Sonne hinter den Wolken hervorlugt, um einige Fotos zu machen.



Aufgrund des dichten Verkehrs haben wir leider einen schönen Sonnenuntergang verpasst, als wir aus der Stadt St. Pierre raus waren, war die Sonne schon weg. Aber wir werden nicht aufgeben!

Im Vorbeifahren haben wir schon vor einigen Tagen eine Pizzeria gesehen, die wir getestet haben. Wir waren um Punkt 7 dort, natürlich waren wir die ersten. Und auch die einzigen bis um fast halb 8. Das Essen war schnell da und auch gut, als wir gegangen sind, waren schon 3 Tische besetzt.

Als wir wieder im Hotelzimmer waren, hatten wir schon Besuch. Wir haben die Kakerlake auf den Balkon evakuiert, sie hat aber wieder den Weg hineingefunden und ist mir über den Fuß gelaufen. Wir glauben, die nachfolgende Jagd gewonnen zu haben. Zumindest haben wir sie nicht mehr gesehen…