Wir waren schon im Auto unterwegs und wussten immer noch nicht, wohin. Dann haben wir es aber doch gewagt und sind wieder Richtung Vulkan gefahren. Weiter oben war strahlend blauer Himmel, wir hatten also richtig getippt.
Schon im vergangenen Mai haben wir die Wanderung zur Rempart de la rivère de l'Est gemacht. Da hats allerding geregnet. Also haben wir beschlossen, uns das Panorama auch mal bei Sonnenschein anzusehen (Teilstück, Gehzeit 1 h 15 min). Der Ausblick war in alle Richtungen ungetrübt und man konnte sogar bis zum Vulkan sehen.
Nach der kurzen Wanderung waren wir wieder unschlüssig. Jürgen hat den Forêt de Bebour vorgeschlagen, also den Regenwald. Wir sind wieder ins Ungewisse gefahren. Aber auch dort war es sonnig. Welch ein Glück. Weils in den letzten Tagen geregnet hat, wollten wir nur eine kurze Wanderung machen, um nicht wie beim letzten Mal im Gatsch zu versinken.
Die Umrundung des Piton Bebour war sehr interessant (Gehzeit 1 h 10 min). Der Regenwald war mal dichter und dann wieder heller. Der Weg war sehr nett, die gatschigsten Stellen waren mit Holzbrettern ausgelegt. Es gab viele Farne, Moose und Epiphyten.
Die Kamera konnte ich die ganze Zeit nicht aus der Hand geben, weil es so viel zu fotografieren gab. Ein Großteil des Weges war mit Kalla Pflanzen gesäumt. Einige Blüten waren mehr als einen Meter hoch.
Heute ist der letzte Abend in Plaine des Cafres, morgen geht es Richtung Cilaos und damit der anstrengendsten Etappe unsere Wanderurlaubs entgegen.
Samstag, 20. Oktober 2012
Freitag, 19. Oktober 2012
Kalla im Nebel
In der Früh wars Wetter durchwachsen. Wir haben beschlossen, troztdem Richtung Vulkan hinauf zu fahren. Auf gut Glück quasi. Wir sind immer wieder durch Schwaden von Nieselgegen gefahren. Ausserdem war heute die Etappe des Grand Raid (Lauf quer über die Insel, 120 km) genau auf unserer Route und wir konnten nicht gleich zum Parkplatz hin.
Als wir dann Richtung Piton de l'Eau (Gehzeit 3 h 45 min) gestartet sind, wars nur bewölkt. Es ging fast immer nur bergab, am Schluss dann durch den Wald, weil wir die Abzweigung hinauf auf den Piton nicht verpassen wollten. Eine halbe Stunde vor unserem Ziel wurde der Nieselregen dann doch stärker und wir haben unsere Ponchos übergestreift und die Hüte aufgesetzt.
Trotz des schlechten Wetters wurden wir mit halbwegs guter Sicht belohnt. Um den Kratersee wachsen Kallapflanzen, was den See so besonders macht.
Beim Fotografieren mussten wir immer den Hut drüberhalten, damit die Kamera nicht nass wird. Und Objektiv wechseln ging nur unter dem Poncho.
Die Rückkehr war vom Wetter her ähnlich. Anfangs viel Nieselregen und Nebelschwaden, deswegen wachsen dort die Kalla so gut. Beim bergauf gehen ist uns aber bald warm geworden und wir haben die Ponchos trotz des feuchten Wetters ausgezogen. Mit dem Hut war man ja flexibel, falls nach der nächsten Wegbiegung wieder Nieselregen wartete.
Nach einer guten Durchschnittszeit, nicht ganz 15 min pro km, sind wir wieder beim Auto angekommen. Da wir schon mal in der Gegend waren, sind wir gleich noch zum Vulkan hinauf gefahren. War nicht mehr weit. Und teilweise war sogar der Himmel blau.
Der Vulkan sah dann fast so aus, als kämen die Wolken aus seinem Inneren.
Die Rückfahrt war dann schon wieder wesentlich nebliger.
Heute abend gehen wir in eine Crêperie zum Palatschinken essen, lecker!
Als wir dann Richtung Piton de l'Eau (Gehzeit 3 h 45 min) gestartet sind, wars nur bewölkt. Es ging fast immer nur bergab, am Schluss dann durch den Wald, weil wir die Abzweigung hinauf auf den Piton nicht verpassen wollten. Eine halbe Stunde vor unserem Ziel wurde der Nieselregen dann doch stärker und wir haben unsere Ponchos übergestreift und die Hüte aufgesetzt.
Trotz des schlechten Wetters wurden wir mit halbwegs guter Sicht belohnt. Um den Kratersee wachsen Kallapflanzen, was den See so besonders macht.
Beim Fotografieren mussten wir immer den Hut drüberhalten, damit die Kamera nicht nass wird. Und Objektiv wechseln ging nur unter dem Poncho.
Die Rückkehr war vom Wetter her ähnlich. Anfangs viel Nieselregen und Nebelschwaden, deswegen wachsen dort die Kalla so gut. Beim bergauf gehen ist uns aber bald warm geworden und wir haben die Ponchos trotz des feuchten Wetters ausgezogen. Mit dem Hut war man ja flexibel, falls nach der nächsten Wegbiegung wieder Nieselregen wartete.
Nach einer guten Durchschnittszeit, nicht ganz 15 min pro km, sind wir wieder beim Auto angekommen. Da wir schon mal in der Gegend waren, sind wir gleich noch zum Vulkan hinauf gefahren. War nicht mehr weit. Und teilweise war sogar der Himmel blau.
Der Vulkan sah dann fast so aus, als kämen die Wolken aus seinem Inneren.
Die Rückfahrt war dann schon wieder wesentlich nebliger.
Heute abend gehen wir in eine Crêperie zum Palatschinken essen, lecker!
Donnerstag, 18. Oktober 2012
Duft im Regen
Heute mussten wir auf ein Alternativprogramm zurückgreifen. Wie zu erwarten war, hat es auch in der Früh im Regenwald geregnet. Aufgrund der fehlenden Fernsicht haben wir beschlossen, zurück an die Küste zu fahren. Das Ziel war schließlich die Cooperative de Vanille in Bras-Panon. Dort haben wir gleich eine Führung mitgemacht.
Hier einige Details. Die Vanillepflanze ist eine Orchideenart. Die einzige, die in der Erde wächst (die anderen sind Epiphyten) und die einzige, die Früchte trägt. Sie braucht es warm und feucht. Die Blüte blüht nur einen Tag, und auch nur bis 13:00 Uhr. Eine Schote bekommt man nur, wenn die Blüte in dieser Zeit händisch bestäubt wurde. Ein guter Bauer schafft 2.000 Blüten an einem Vormittag.
Nach 9 Monaten sind die Schoten reif zur Ernte. Sie werden grün gepflückt und um 35,- Euro pro Kilo an die Kooperative verkauft. Für die meisten Bauern ist der Vanilleanbau nur ein Zubrot, sie bauen hauptsächlich Zuckerrohr an, und das muss in dieser Zeit geerntet werden, da bleibt keine Zeit um die Schoten weiter zu bearbeiten.
Nach der Ernte werden die Schoten kurz blanchiert und dann getrocknet. Schon nach einem Tag werden sie braun. Je dunkler die Farbe, desto trockener die Schote.
Nach weiteren 9 Monaten Lagerung sind die Schoten bereit für den Verkauf. Ein Kilo wird hier um 350,- Euro verkauft.
Beim Rundgang durch den Garten der Kooperative wurden auch andere Pflanzen erklärt. Zum Beispiel haben wir einen Ylang-Ylang Baum gesehen, einen Jasminstrauch und sogar ein Chamälion.
Nach der Besichtigung sind wir in den Forêt des Ravenales gefahren und haben erst Mal abgewartet, es hat immer wieder genieselt. In einer längeren Pause haben wir uns dann doch aus dem Auto gewagt. Die Ravenales sind ein Bananengewächs mit fächerartigen Blättern, sie werden bis zu 30 m hoch. Der Weg im Wald war anfangs sehr steil, aber insgesamt nur kurz.
Wir haben trotzdem einen guten Eindruck von den Bäumen bekommen. Und wir sind gar nicht allzu nass geworden.
Danach haben wir wieder die Hochebene überquert um zu unserem Quartier zu kommen. Abends sind wir in ein Restaurant gefahren, es gab starken Querverkehr, ein Frosch und ein Igel haben die Straße überquert.
Hier einige Details. Die Vanillepflanze ist eine Orchideenart. Die einzige, die in der Erde wächst (die anderen sind Epiphyten) und die einzige, die Früchte trägt. Sie braucht es warm und feucht. Die Blüte blüht nur einen Tag, und auch nur bis 13:00 Uhr. Eine Schote bekommt man nur, wenn die Blüte in dieser Zeit händisch bestäubt wurde. Ein guter Bauer schafft 2.000 Blüten an einem Vormittag.
Nach 9 Monaten sind die Schoten reif zur Ernte. Sie werden grün gepflückt und um 35,- Euro pro Kilo an die Kooperative verkauft. Für die meisten Bauern ist der Vanilleanbau nur ein Zubrot, sie bauen hauptsächlich Zuckerrohr an, und das muss in dieser Zeit geerntet werden, da bleibt keine Zeit um die Schoten weiter zu bearbeiten.
Nach der Ernte werden die Schoten kurz blanchiert und dann getrocknet. Schon nach einem Tag werden sie braun. Je dunkler die Farbe, desto trockener die Schote.
Nach weiteren 9 Monaten Lagerung sind die Schoten bereit für den Verkauf. Ein Kilo wird hier um 350,- Euro verkauft.
Beim Rundgang durch den Garten der Kooperative wurden auch andere Pflanzen erklärt. Zum Beispiel haben wir einen Ylang-Ylang Baum gesehen, einen Jasminstrauch und sogar ein Chamälion.
Nach der Besichtigung sind wir in den Forêt des Ravenales gefahren und haben erst Mal abgewartet, es hat immer wieder genieselt. In einer längeren Pause haben wir uns dann doch aus dem Auto gewagt. Die Ravenales sind ein Bananengewächs mit fächerartigen Blättern, sie werden bis zu 30 m hoch. Der Weg im Wald war anfangs sehr steil, aber insgesamt nur kurz.
Wir haben trotzdem einen guten Eindruck von den Bäumen bekommen. Und wir sind gar nicht allzu nass geworden.
Danach haben wir wieder die Hochebene überquert um zu unserem Quartier zu kommen. Abends sind wir in ein Restaurant gefahren, es gab starken Querverkehr, ein Frosch und ein Igel haben die Straße überquert.
Mittwoch, 17. Oktober 2012
Ost- und Südküste
Der heutige Tag hat mit Nieselregen begonnen. Und wie es aussieht, hört er auch so auf. Wir haben also in Bras-Panon unsere Sachen gepackt und sind die Küste südwärts entlang gefahren, mit der Hoffnung auf besseres Wetter.
Unterwegs sind wir bei der über 100 Jahre alten Brücke über den Rivère de l'Est stehen geblieben. Sie wird heute nur noch von Touristen zu Fuss benutzt, war aber bis 1972 für den Verkehr geöffnet.
Im südlichen Teil der Insel wurde das Wetter etwas freundlicher. Wir haben die Gunst der Stunde genutzt und sind zur Cascade de Grand Galet hoch gefahren. Wie erwartet, herrschte dort viel Andrang. Einige sind sogar ins Wasser gesprungen. Diesmal wurden wir mit einem freundlicherem Foto belohnt als im Mai.
Bei den Lavafeldern hats bei der Rückkehr aber immer noch geregnet. Trotzdem konnten wir über einigen Löchern Dampf aufsteigen sehen. Wird schon einen Grund haben, warum man dort die Straße nicht verlassen darf...
Jetzt sind wir in Plaine des Palmistes angekommen. Es ist neblig und nieselt. Ein möglicher Grund für das schlechte Wetter könnte auch der Zyklon Anais sein, der nördlich von der Insel vorbeizieht. Wir werden sehen, ob wir morgen im Regenwald mehr Glück mit dem Wetter haben, wahrscheinlich nicht.
Am Abend gehen wir in ein leckeres Restaurant, das wir schon von unserem letzten Besuch kennen. Dort gibts fabelhaftes Gratin de Chouchou und eine gute Leber. Das war leider nix, war nur für Hausgäste geöffnet. Wir haben ein kleines Lokal gefunden und eine leckere Pizza gegessen. Auch gut.
Unterwegs sind wir bei der über 100 Jahre alten Brücke über den Rivère de l'Est stehen geblieben. Sie wird heute nur noch von Touristen zu Fuss benutzt, war aber bis 1972 für den Verkehr geöffnet.
Im südlichen Teil der Insel wurde das Wetter etwas freundlicher. Wir haben die Gunst der Stunde genutzt und sind zur Cascade de Grand Galet hoch gefahren. Wie erwartet, herrschte dort viel Andrang. Einige sind sogar ins Wasser gesprungen. Diesmal wurden wir mit einem freundlicherem Foto belohnt als im Mai.
Bei den Lavafeldern hats bei der Rückkehr aber immer noch geregnet. Trotzdem konnten wir über einigen Löchern Dampf aufsteigen sehen. Wird schon einen Grund haben, warum man dort die Straße nicht verlassen darf...
Jetzt sind wir in Plaine des Palmistes angekommen. Es ist neblig und nieselt. Ein möglicher Grund für das schlechte Wetter könnte auch der Zyklon Anais sein, der nördlich von der Insel vorbeizieht. Wir werden sehen, ob wir morgen im Regenwald mehr Glück mit dem Wetter haben, wahrscheinlich nicht.
Am Abend gehen wir in ein leckeres Restaurant, das wir schon von unserem letzten Besuch kennen. Dort gibts fabelhaftes Gratin de Chouchou und eine gute Leber. Das war leider nix, war nur für Hausgäste geöffnet. Wir haben ein kleines Lokal gefunden und eine leckere Pizza gegessen. Auch gut.
Tag 4 in Mafate und Rückkehr in die Zivilisation
Route: Aurère - Parkplatz Bord Martin via Sentier Augustin; Gehzeit 3 h 55 min
Der Weg versprach interessant zu werden, ein Schild am Einstieg wies auf ausgesetzte, rutschige Stellen und Leitern hin. Nur für experimentelle Wanderer, aha.
Anfangs gabs auch viele ausgesetzte Stellen, an denen es neben den Füßen mehrere 100 m in die Tief ging. Aber dafür war auch der Ausblick sensationell.
Es gab mehrere Stege und Treppen, und später auch einige Leitern.
Ab der Hälfte des Weges gings dann durch den Wald, es waren viele Flussquerungen dabei und wieder zahlreiche Kletterpartien über große und kleine Steine. Zum Glück war der Weg die meiste Zeit im Schatten, denn vor allem gegen Ende gings ziemlich steil bergauf.
Als wir das Auto erreichten, fiel der Nebel ein.
Nach einem kleinen Snack sind wir in den Ort Bras Panon gefahren, um dort zu übernachten. Der Hausbesitzer hat uns ein "Restaurant" fürs Abendessen empfohlen und auch zwei Plätze reserviert. Es stellte sich dann als Table d'hôte heraus. Einige Leute saßen schon an dem langen Tisch. Es gab ein Menü. Als Aperitif konnte man aus den zahlreichen Punchs und Rhum arrangés wählen (Liköre mit dem lokalen Rum), danach gabs ein Chouchou Gratin (lokale Kürbisart), das sehr lecker war. Dann Ente à la vanille und Fisch-Carri. Und als Nachspeise konnte man zwischen Eis, Sorbet, Kuchen, Käse,... wählen. War alles sehr gut, aber auch sehr viel. Und wieder eine neue Erfahrung.
Der Weg versprach interessant zu werden, ein Schild am Einstieg wies auf ausgesetzte, rutschige Stellen und Leitern hin. Nur für experimentelle Wanderer, aha.
Anfangs gabs auch viele ausgesetzte Stellen, an denen es neben den Füßen mehrere 100 m in die Tief ging. Aber dafür war auch der Ausblick sensationell.
Es gab mehrere Stege und Treppen, und später auch einige Leitern.
Ab der Hälfte des Weges gings dann durch den Wald, es waren viele Flussquerungen dabei und wieder zahlreiche Kletterpartien über große und kleine Steine. Zum Glück war der Weg die meiste Zeit im Schatten, denn vor allem gegen Ende gings ziemlich steil bergauf.
Als wir das Auto erreichten, fiel der Nebel ein.
Nach einem kleinen Snack sind wir in den Ort Bras Panon gefahren, um dort zu übernachten. Der Hausbesitzer hat uns ein "Restaurant" fürs Abendessen empfohlen und auch zwei Plätze reserviert. Es stellte sich dann als Table d'hôte heraus. Einige Leute saßen schon an dem langen Tisch. Es gab ein Menü. Als Aperitif konnte man aus den zahlreichen Punchs und Rhum arrangés wählen (Liköre mit dem lokalen Rum), danach gabs ein Chouchou Gratin (lokale Kürbisart), das sehr lecker war. Dann Ente à la vanille und Fisch-Carri. Und als Nachspeise konnte man zwischen Eis, Sorbet, Kuchen, Käse,... wählen. War alles sehr gut, aber auch sehr viel. Und wieder eine neue Erfahrung.
Tag 3 in Mafate
Route: Roche Plate - Cayenne - Aurère; Gehzeit 6 h 10 min
Wir sind in der Früh schnell aufgebrochen, da uns der Unterkunftsbesitzer mit seiner Aussage über die Gehzeit der heutigen Route etwas verschreckt hat. 8,5 h hat er gemeint. Also laut meinen Wanderbüchern wär das nicht so viel gewesen, aber naja.
Es war angenehm, dass der Weg einige Zeit im Schatten war. Wir haben uns anfangs auch ein bisschen beeilt, angesichts der ungewissen Gehzeit. Und es ging ja auch viel bergab, leider waren viele Stufen dabei. Bei der ersten Flussquerung haben wir eine kurze Rast eingelegt.
Nach nur 3 h sind wir in dem Örtchen Cayenne angekommen. Das war noch vor Mittag, wir konnten also entspannter weiter wandern. Teilweise ging es fast eben die Bergflanke entlang und es gab sehr schöne Ausblicke zum Fluss hinunter. Dann folgte der Abstieg zum Rivère des Galets und die Überquerung der Brücke.
Danach mussten wieder 600 Höhenmeter bergauf bewältigt werden. War schon etwas zach in der prallen Nachmittagssonne, aber die Ausblicke waren herrlich.
Um genau 15 Uhr sind wir in Aurère angekommen, ab diesem Zeitpunkt darf auch die Unterkunft bezogen werden. Hat genau gepasst. Wir haben uns dann noch eine kleine Stärkung gekauft und mal gerastet.
In der Dämmerung ist leichter Nebel aufgezogen, der aber bald wieder weg war.
Zum Essen gab es eine Überraschung, wieder Rougail Saucisses. Aber diesmal war der Bananenkuchen nicht so gut. Wir hatten ein 4er Zimmer, aber zum Glück kam keiner mehr.
Wir sind in der Früh schnell aufgebrochen, da uns der Unterkunftsbesitzer mit seiner Aussage über die Gehzeit der heutigen Route etwas verschreckt hat. 8,5 h hat er gemeint. Also laut meinen Wanderbüchern wär das nicht so viel gewesen, aber naja.
Es war angenehm, dass der Weg einige Zeit im Schatten war. Wir haben uns anfangs auch ein bisschen beeilt, angesichts der ungewissen Gehzeit. Und es ging ja auch viel bergab, leider waren viele Stufen dabei. Bei der ersten Flussquerung haben wir eine kurze Rast eingelegt.
Nach nur 3 h sind wir in dem Örtchen Cayenne angekommen. Das war noch vor Mittag, wir konnten also entspannter weiter wandern. Teilweise ging es fast eben die Bergflanke entlang und es gab sehr schöne Ausblicke zum Fluss hinunter. Dann folgte der Abstieg zum Rivère des Galets und die Überquerung der Brücke.
Danach mussten wieder 600 Höhenmeter bergauf bewältigt werden. War schon etwas zach in der prallen Nachmittagssonne, aber die Ausblicke waren herrlich.
Um genau 15 Uhr sind wir in Aurère angekommen, ab diesem Zeitpunkt darf auch die Unterkunft bezogen werden. Hat genau gepasst. Wir haben uns dann noch eine kleine Stärkung gekauft und mal gerastet.
In der Dämmerung ist leichter Nebel aufgezogen, der aber bald wieder weg war.
Zum Essen gab es eine Überraschung, wieder Rougail Saucisses. Aber diesmal war der Bananenkuchen nicht so gut. Wir hatten ein 4er Zimmer, aber zum Glück kam keiner mehr.
Tag 2 in Mafate
Route: Marla - Trois Roches - Roche Plate; Gehzeit 5 h 45 min
Wir hatten wieder fast den ganzen Tag Sonne, wenn man immer auf der sonnigen Bergflanke entlangwandert, wirds da ganz schön warm. Der dunkle Boden machts noch etwas wärmer. Es ging immer wieder Auf und Ab, und wir wurden mit schönen Ausblicken über halb Mafate belohnt.
Bei Trois Roches haben wir eine Rast eingelegt und dann den Wasserfall fotografiert. Leider ist er nicht besser einsehbar, er verschwindet in der Tiefe.
Der weitere Weg war durch den Wald war anfangs sehr angenehm. Er wurde aber schnell beschwerlicher, als wir über große Steine durch ein Flussbett bergauf klettern mussten.
Die Ausblicke waren aber immer wieder atemberaubend.
Die Unterkunft lag ca. 15 min Gehzeit vom Haus des Besitzers entfernt. Wir mussten uns also erst Mal anmelden und sind dann wieder zurück gegangen um die Betten zu besetzen. Diesmal waren wir sieben Leute im Zimmer. Zum Abendessen gings dann wieder zum Besitzer und im Finsteren mit der Taschenlampe zurück zur Unterkunft. Ein kleines Abenteuer. Als Abendessen gabs wieder Mal Rougail Saucisses und Bananenkuchen.
Die Nacht war auch interessant. Weils so heiß war, ist die Tür offen geblieben, da hat sich allerlei Getier herein verirrt. Eine hat sich vor einer Spinne geschreckt, dass sie schreiend aufgewacht ist. Sie haben die Spinne dann gesucht, aber nicht gefunden. Vielleicht wars auch nur der große Falter, der an der Decke saß...
Und dann hat eine Maus im Proviant des Bettnachbarn gewühlt. Nach einigem Suchen ist sie auch entdeckt worden und dann hinaus geflohen.
Wir hatten wieder fast den ganzen Tag Sonne, wenn man immer auf der sonnigen Bergflanke entlangwandert, wirds da ganz schön warm. Der dunkle Boden machts noch etwas wärmer. Es ging immer wieder Auf und Ab, und wir wurden mit schönen Ausblicken über halb Mafate belohnt.
Bei Trois Roches haben wir eine Rast eingelegt und dann den Wasserfall fotografiert. Leider ist er nicht besser einsehbar, er verschwindet in der Tiefe.
Der weitere Weg war durch den Wald war anfangs sehr angenehm. Er wurde aber schnell beschwerlicher, als wir über große Steine durch ein Flussbett bergauf klettern mussten.
Die Ausblicke waren aber immer wieder atemberaubend.
Die Unterkunft lag ca. 15 min Gehzeit vom Haus des Besitzers entfernt. Wir mussten uns also erst Mal anmelden und sind dann wieder zurück gegangen um die Betten zu besetzen. Diesmal waren wir sieben Leute im Zimmer. Zum Abendessen gings dann wieder zum Besitzer und im Finsteren mit der Taschenlampe zurück zur Unterkunft. Ein kleines Abenteuer. Als Abendessen gabs wieder Mal Rougail Saucisses und Bananenkuchen.
Die Nacht war auch interessant. Weils so heiß war, ist die Tür offen geblieben, da hat sich allerlei Getier herein verirrt. Eine hat sich vor einer Spinne geschreckt, dass sie schreiend aufgewacht ist. Sie haben die Spinne dann gesucht, aber nicht gefunden. Vielleicht wars auch nur der große Falter, der an der Decke saß...
Und dann hat eine Maus im Proviant des Bettnachbarn gewühlt. Nach einigem Suchen ist sie auch entdeckt worden und dann hinaus geflohen.
Einstieg in den Talkessel Mafate
Route: Parkplatz Bord Martin - Col de Fourche - Plaine des Tarmarins - Marla; Gehzeit 5 h 35 min(langsam)
Der Tag hat mit viel Sonnenschein begonnen. Wir sind mit dem Auto zum Ausgangspunkt auf der Bergflanke Bord Martin gefahren. Von dort sind wir ein Stück weit die Straße entlanggegangen und dann in den Wald hinein abgebogen. Der Aufstieg zum Col de Fourche war meist angenehm und nicht zu steil. Auf der anderen Seite, schon im Cirque de Mafate erwartete uns dieser Ausblick Richtung Grand Bènare und Marla.
Da diese Route auch von Tagestouristen begangen wird, war teilweise viel los. Wir mussten etwas länger schauen, bis wir einen geeigneten Rastplatz gefunden hatten. Zur Jause gabs vakuumverpacktes Brot vom Hofer und Leberpastete vom Metro. War sehr gut.
Wir sind viele Stufen hinabgeklettert und dann durch eine Hochebene mit Tarmarindenbäumen gekommen. Dort gab es auch einige Kühe, fast wie bei uns auf der Alm. Es folgte noch ein steiler Abstieg zu einem Bach, die letzte Flussquerung vor Marla.
Kurze Rastpause am Bach.
In Marla angekommen, haben wir die uns schon bekannte Snack Bar angesteuert. Dort haben uns erst Mal ein Baguette mit Thunfisch und Mais genehmigt, und Jürgen natürlich ein Bier.
Dann gings weiter zu unserer Unterkunft. Am späten Nachmittag ist wie gewohnt Nebel aufgezogen, der sich bei Einbruch der Nacht aber wieder verzogen hat. Diesmal hatten wir den Luxus eines Doppelzimmers, aber das hat ja auch zwei Euro mehr gekostet als zwei Betten in einem Mehrbettzimmer. Leider sind die aber auch schneller ausgebucht.
Zum Abendessen gabs Krautsalat, Hendl in Soße (Carri Poulet) und Würstl in Soße (Rougail Saucisses) mit Bohnen und Reis und zur Nachspeise einen Bananenkuchen.
Der Tag hat mit viel Sonnenschein begonnen. Wir sind mit dem Auto zum Ausgangspunkt auf der Bergflanke Bord Martin gefahren. Von dort sind wir ein Stück weit die Straße entlanggegangen und dann in den Wald hinein abgebogen. Der Aufstieg zum Col de Fourche war meist angenehm und nicht zu steil. Auf der anderen Seite, schon im Cirque de Mafate erwartete uns dieser Ausblick Richtung Grand Bènare und Marla.
Da diese Route auch von Tagestouristen begangen wird, war teilweise viel los. Wir mussten etwas länger schauen, bis wir einen geeigneten Rastplatz gefunden hatten. Zur Jause gabs vakuumverpacktes Brot vom Hofer und Leberpastete vom Metro. War sehr gut.
Wir sind viele Stufen hinabgeklettert und dann durch eine Hochebene mit Tarmarindenbäumen gekommen. Dort gab es auch einige Kühe, fast wie bei uns auf der Alm. Es folgte noch ein steiler Abstieg zu einem Bach, die letzte Flussquerung vor Marla.
Kurze Rastpause am Bach.
In Marla angekommen, haben wir die uns schon bekannte Snack Bar angesteuert. Dort haben uns erst Mal ein Baguette mit Thunfisch und Mais genehmigt, und Jürgen natürlich ein Bier.
Dann gings weiter zu unserer Unterkunft. Am späten Nachmittag ist wie gewohnt Nebel aufgezogen, der sich bei Einbruch der Nacht aber wieder verzogen hat. Diesmal hatten wir den Luxus eines Doppelzimmers, aber das hat ja auch zwei Euro mehr gekostet als zwei Betten in einem Mehrbettzimmer. Leider sind die aber auch schneller ausgebucht.
Zum Abendessen gabs Krautsalat, Hendl in Soße (Carri Poulet) und Würstl in Soße (Rougail Saucisses) mit Bohnen und Reis und zur Nachspeise einen Bananenkuchen.
Freitag, 12. Oktober 2012
Vom Meer in die Berge
Das gestrige Quartier haben wir durch Zufall gefunden. Es
war mal wieder eine Straße, die das Navi nicht kannte, aber dann haben wir uns
auch noch verfahren und standen plötzlich vor einem Hinweisschild der
Unterkunft. Heute morgen sind wir auch auf gut Glück Richtung Meer hinunter
gefahren und gleich zu einem großen Picknickplatz mit vielen Vacoapalmen
gekommen.
Die nächste „Wanderstation war einige Kilometer entfernt,
ein Wasserfall des Bassin la Paix. Dort in der Nähe haben wir schon letztes
Jahr einen Wasserfall angeschaut. Und auch diesmal war die Abzweigung von der
Hauptstraße schwer zu finden. Der Weg vom Parkplatz war kurz, aber mit 200
Stufen trotzdem nicht ohne. Die Basaltorgeln neben dem Wasserfall waren aber
ganz interessant anzusehen.
In vielen Serpentinen ging es dann bergauf nach Grand Îlet.
Als erstes sind wir zu dem kleinen See von Mare à Martin gefahren. Letztes Mal
hatten wir hier leider schlechtes Wetter. Aber heute hat’s geklappt und unser
Foto sieht fast genauso aus wie im Wanderbuch. Im Wasser spiegelt sich der
Piton des Neiges.
Danach haben wir an einem Picknickplatz gemütlich gerastet,
bis uns der einfallende Nebel wieder weitergetrieben hat. In einem kleinen
Geschäft haben wir noch ein Restaurant für den Abend erfragt. Wir hatten schon
Angst, dass es in dem Kaff keines gibt, weil im Reiseführer nix drin war. Aber
zumindest zwei Snackbars haben wir gefunden. Und das Navi hat uns diesmal bis
vor die Tür der Unterkunft geführt!
Morgen treten wir die viertägige Wanderung durch Mafate an.
Da wird also nix gepostet, weil wir den Laptop nicht mitnehmen. Bei dem großen
Gepäck zählt jedes Gramm, das man nicht mitschleppen muss. Per SMS sind wir
aber schon erreichbar.
Abendessen haben wir in einer Snackbar geholt, vermutlich das einzige Lokal, das abends offen hatten. Zur Auswahl gabs Hendl in zwei verschiedenen Variationen, mit Linsen und Reis. Vorsichtigerweise haben wir nur eine Portion bestellt und in unsere Unterkunft mitgenommen. Es hat sehr gut geschmeckt und war sehr viel.
Abendessen haben wir in einer Snackbar geholt, vermutlich das einzige Lokal, das abends offen hatten. Zur Auswahl gabs Hendl in zwei verschiedenen Variationen, mit Linsen und Reis. Vorsichtigerweise haben wir nur eine Portion bestellt und in unsere Unterkunft mitgenommen. Es hat sehr gut geschmeckt und war sehr viel.
Donnerstag, 11. Oktober 2012
Wandertest bestanden
Der Morgen hat mit Wind und Sonnenschein begonnen. Nach dem
Frühstück haben wir uns zu einem Spaziergang auf dem Gelände aufgemacht. Im
Zimmer hing eine kleine Karte, die man aber nicht mitnehmen konnte. Wir haben
eine schöne Runde gemacht, sind allerdings etwas abgedriftet.
Aber am Schluss sind wir wieder beim Auto angekommen. Und da
der Weg in den Wald nicht mehr weit war, sind wir weiter zum Picknickplatz Camp
Marmote gefahren. Dort gab es eine kleine Vormittagsjause und Jürgen hat seinen
Wanderstock repariert. Der wollte schon vor dem ersten Gebrauch nicht mehr
höhenverstellt werden.
Die nächste Sehenswürdigkeit hätte die Cascade de Niagara sein
sollen. Ende April war das auch ein großer Wasserfall – jetzt nicht…
Da hatten wir beim nächsten schon mehr Glück. Die Cascade
des Délices hatte ausreichend Wasser. Wir haben gerastet und ein halbes
Baguette mit Aufstrich bzw. Nutella verdrückt.
Der Ausgangspunkt zur Cascade Pichon war schon wieder etwas
schwieriger zu finden, wie gewohnt aus dem blauen Buch. Auf dem Weg dorthin
haben uns auch schon die Gelsen gefressen, also haben wir schnell ein paar
Fotos geschossen und sind wieder abgedampft.
Der Riesenbambus hat so laut geknackt, dass wir anfangs geglaubt
haben, jemand feuert Schüsse ab!
Am Rückweg durch die Zuckerrohrfelder wars dann auch schon
wieder ziemlich warm.
Der Wandertest ist bestanden, alle Knies haben standgehalten.
Dann sind wir nach St. André gefahren und sind durch den Markt geschlendert. War nur Ramsch, aber a bissi was haben wir auch gekauft. Jetzt fahren wir gleich essen, in ein gutes Restaurant, wo wir auch letztes Mal schon waren.
Erster Tag
Nach einem halbwegs angenehmen Flug haben wir unser Mietauto
ohne Probleme übernommen. Diesmal ist es ein Peugeot 206. Das erste Ziel war
gleich Mal „Jumbo“, ein großer Supermarkt. Wir haben uns mit dem Nötigsten
eingedeckt, also Nutella, Bier, Müsliriegel und Obst war auch dabei. Besonders
amüsant war wieder der kleine Einkaufswagen zum nachziehen, von uns „Wuffi“
genannt.
Die nächste Station war ein SFR Shop, den wir zufällig auf
der Fahrt in die Stadt entdeckt haben. Dort haben wir uns mit einer
Handywertkarte und Internet eingedeckt. Hat eh fast 2 Stunden gedauert, bis das
am Laptop auch funktioniert hat. Vorsorglich haben wir alles gleich im Geschäft
ausprobiert.
Mit reichlich Hunger haben wir das Restaurant „Les reflets
des Îles“ aufgesucht und das erste Essen auf der Insel mit traditionellen
Gerichten begonnen. Zuerst ein Gratin de chouchou (eine lokale Kürbisart) und
dann Carri de thon (Thunfisch mit Soße, Reis und Linsen). War alles sehr gut.
Unsere erste Unterkunft war etwas schwieriger zu finden.
Nach endlos vielen Serpentinen sind wir dann aber doch in der Auberge de Val
Fleuri angekommen. Sehr nett gelegen in einem großen Garten bzw. Wald mit
Kamelien, Palmen und anderen einheimischen Bäumen.
Wir hatten einen geräumigen Bungalow und haben abends
vorzüglich gespeist. Es hat uns sehr überrascht, wie schön der Tisch gedeckt
und die Speisen angerichtet waren. Kann man nur weiterempfehlen!
Dienstag, 9. Oktober 2012
Erste(r) Post aus dem Franzosenland
Diesmal
ging‘s richtig entspannt in den Urlaub. Die Taschen waren schon seit Sonntag
gepackt und es war noch genug Zeit um vor dem Abflug in die Lounge zu gehen. Es
gab Paprikaschaumsuppe und Ravioli zu Mittag.
Jetzt
sind wir also wieder mal in Paris, beim Mäci. Ein Déjà vu quasi. Und schon
wieder beim Essen.
In drei Stunden geht’s dann weiter Richtung Insel. Schöne Grüße vom Festland!
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